Trendthema: Fuhrpark

Sicher unterwegs auf der Autobahn Pflege

Besonders für den ambulanten Sektor ist er essenziell: ein gut organisierter und zuverlässiger Fuhrpark. Die Dienstfahrzeuge, seien es die meist Kleinwagen, in denen Pflegedienstmitarbeiter pflegebedürftige Menschen besuchen, Transportfahrzeuge zur Personenbeförderung, beispielsweise für den Weg zur Tagespflege, oder generelle Nutzfahrzeuge, legen täglich viele Kilometer zurück. Mit dem stetigen Wachstum der professionellen Pflege steigt somit auch der Bedarf an innovativen Mobilitätslösungen – im Bereich Elektromobilität, normale PKW sowie Planungssoftware.

Unter Strom

Dieses wachsenden Marktes nimmt sich dieses Jahr auch die ALTENPFLEGE 2019 an. Auf einer Sonderfläche unter dem Banner „Fokus Fuhrpark“ stellt die Branche dort vor, wie Mobilität in der Pflege zukünftig aussehen wird.

Eines der größten Themen, das nicht nur in der Pflege in aller Munde ist, ist die E-Mobilität. Bundesweit wurden in Deutschland 2018 über 50.000 E-Autos und Hybridfahrzeuge verkauft – mehr als doppelt so viele wie noch 2016. Die Pflegebranche hat diesen Trend erkannt und zunehmend setzen auch große Anbieter wie die Caritas auf die umweltfreundliche Variante der Fortbewegung. Auch die Reichweiten, die zuvor häufig noch Kopfschmerzen bereiteten, steigen deutlich und sind, besonders für innerstädtische Pflegedienste mit kurzen Wegen, heute kaum mehr ein Problem. Ein großer Vorteil von mit Strom betriebenen Fahrzeugen sind zudem die Unterhaltskosten: ein reines Elektrofahrzeug ist deutlich günstiger zu betanken, als ein Diesel oder Benziner, Hybride liegen logischerweise preislich dazwischen. Auf der Altenpflege 2019 wird unter anderem das Autohaus Bronner seine elektrischen Renault Z.E.-Modelle vorstellen.

Auch Bund und Ländern liegt etwas daran, dass mehr E-Autos als Firmenwagen auf Deutschlands Straßen unterwegs sind. Deshalb fördert die Regierung dies mit teils deutlichen Vergünstigungen. So sind E-Autos im dienstlichen Gebrauch beispielsweise für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Ein Umweltbonus des Bundes verspricht Käufern zudem Zugeständnisse von bis zu 2.000 Euro. Dazu kommen weitere Förderprogramme, die beispielsweise auch Pendlermobilität oder Ladestationen bezuschussen. Einzelne Bundesländer wie Berlin oder Nordrhein-Westfalen warten zusätzlich mit eigenen Programmen auf, durch die Unternehmen nochmals bei der Umstellung auf Elektromobilität sparen können. In der Hauptstadt werden beispielsweise Beratungen bezüglich nachhaltiger Fortbewegung bezuschusst. In Thüringen übernimmt die Thüringer Aufbaubank bis zu 75 Prozent der Kosten für Ladeinfrastruktur.

Elektromobilität funktioniert jedoch auch auf zwei und drei Rädern. Ermöglichen es die Distanzen, sind Pflegekräfte in manchem ambulanten Dienst auch mit dem Fahrrad unterwegs. E-Bikes sind hier eine Investition, die dem Mitarbeiter das Leben deutlich erleichtert. Und mit Distanzen von bis zu 140 Kilometern ist die Reichweite allemal ausreichend. E-Rikschas, wie stationäre Pflegeeinrichtungen sie vermehrt für Ausflüge mit Bewohnern der Häuser einsetzen, fahren sich ebenfalls mit deutlich geringerem körperlichem Aufwand und ermöglichen Fahrern und Mitfahrern deutlich längere Touren. Wer das hautnah erleben möchte, kann dies auf zwei Teststrecken tun, die in die Messefläche integriert sind. Egal ob auf, zwei, drei oder vier Rädern.

Fuhrpark Software / Logistik

Der Fortschritt macht jedoch bei Autos und Fahrrädern nicht halt. Aussteller wie Vimcar und Heimbas präsentieren moderne Softwarelösungen, mit denen Pflegetouren im Vorfeld effizient geplant werden und im Nachhinein nachvollzogen werden können. Tourenplanungssoftware, wie sie Heimbas anbietet, ist für die ambulante Pflege ein nicht mehr wegzudenkendes Werkzeug. Sämtliche Aspekte einer Tour, seien es Erlöse, Qualifikationen der Mitarbeiter oder Einsatzpläne, werden automatisch oder auf Wunsch manuell berücksichtig – welcher Mitarbeiter wann, wo zu sein hat, wird vom System automatisch geplant. Vimcars Softwarelösungen setzen wiederum ein, sobald sich ein Fahrzeug bewegt. Per GPS kann die Position der eigenen Fahrzeuge in Echtzeit auf einer Karte verfolgt werden, die Fahrten werden aufgezeichnet und können im Nachhinein mit den Strecken anderer Mitarbeiter abgeglichen werden. So wird vermieden, dass Wege unnötig doppelt zurückgelegt werden. Auch das Fahrtenbuch kann so automatisch und mit deutlich geringerem Zeitaufwand geführt werden. Gleichzeitig können einzelne Fahrten per Mausklick als privat, betrieblich oder Arbeitsweg gekennzeichnet werden. Im Bereich Software heißt es also: verschlanken, automatisieren und Kapazitäten einsparen.

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