
Die Zukunft der Pflege ist klar vorgezeichnet. Durch den demographischen Wandel werden immer mehr Menschen auf professionelle Pflege angewiesen sein – bei steigenden Kosten und knappem Personal. In diesem Spannungsfeld wird Pflege 4.0 zu dem Hoffnungsträger.
Digitale Innovationen werden Pflegekräfte entlasten. Ein Vorteil, von dem auch Pflegebedürftige profitieren. „Pflegekräfte können sich auf das Menschliche in der Pflege konzentrieren, auf alles, was Technik nicht leisten kann“, sagt Trendexpertin Brigit Gebhardt. Eine positive Zukunftsvision, in der Technik dabei hilft, die Menschlichkeit wieder in den Fokus zu rücken.

Anonyme Serviceroboter, die Pflegebedürftige direkt versorgen, sind eine Zukunftsvision, die bereits heute zur Vergangenheit gehört. Laut dem „Investitionsbarometer Altenpflege“ gehört vielmehr altersgerechten Assistenzsystemen (AAL) und E-Health-Lösungen die Zukunft. Ob sensorüberwachte Dekubitusbetten, intelligente Pflegewagen oder aktive Notrufsysteme – kleine, smarte Lösungen sind für viele Unternehmen der Wachstumsmarkt von morgen.

Nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch ethisch sinnvoll. Ein Gedanke, der die Digitalisierung der Pflege prägen wird. „Eine Pflegeeinrichtung sollte selbstverständlich nicht nur auf den Fortschritt und die Technik fokussiert sein, sondern auch die ethischen Aspekte im Blick haben“, sagt Matthias Brauchle, Leiter ServiceCenterPflege der Evangelischen Heimstiftung. Bei aller Technikeuphorie werden nach wie vor die Sorgen und Ängste der Menschen im Mittelpunkt stehen.