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Anreize für Weiterentwicklung sind da

Im vergangenen Jahr wurde die ALTENPFLEGE von einem Roboter eröffnet. „Pepper“ zog die Blicke des Kongresses und der Messe auf sich. Doch, wie weit ist die Branche ein Jahr später? Haben technische und digitale Innovationen nun Einzug gehalten in die Branche, die der digitalen Entwicklung im Grunde immer etwas hinterherhängt? Die Politik will diese Entwicklung weiter fördern.

Ansatzpunkte für digitale Anwendungen gibt es in der Altenpflege viele: Ob automatisierte Bestellprozesse, die Unterstützung von Servicerobotern, Telemedizin oder die digitale Personalgewinnung. Doch in der breiten Masse haben die Systeme noch kaum Anwendung gefunden. „Im Vergleich zu anderen Branchen hinkt die Altenpflege der Digitalisierung hinterher“, sagt Marlene Klemm, Leiterin des Pflegepraxiszentrum Nürnberg. Das Zentrum hat es sich zur Aufgabe gemacht, „den Einsatz neuartiger Pflegetechnologien erlebbar zu machen und dazu beizutragen, die Innnovation in die praktische Anwendung zu bringen, die den Alltag von Pflegenden und Gepflegten erleichtert“, so Klemm. Geforscht wird unter anderem zur Sensorik zur Sturzprävention im Pflegeheim oder Virtual Reality als Unterhaltungsangebot für Menschen im Pflegeheim.

Bei den IT-Anbietern werden verstärkt mobile Lösungen angefragt. „Zum Beispiel investieren die Pflegeeinrichtungen vermehrt in die mobile Pflegedokumentation mithilfe von Tablets“, sagt Jörg Kesselmeier, Geschäftsführer des IT-Dienstleisters Connext.

Auch beim Softwarehersteller MediFox nimmt man diesen Trend wahr. „Der klassische ‚Stations-PC‘ hat nicht mehr die zentrale Bedeutung wie in den Anfängen der Digitalisierung“, äußert sich Marc Schlottig aus dem MediFox-Produktmanagement. „Es wird immer selbstverständlicher, dass jede Pflegekraft ihr eigenes Gerät dabeihat, mit dem sie jederzeit auf alle erforderlichen Daten Zugriff hat und flexibel arbeiten kann“.

Gefragt sind auch Produkte für das elektronische Genehmigungsverfahren in der ambulanten Pflege, wenn auch die Kostenträger mit den Programmen arbeiten, äußert sich Tony Altimari, Vertriebsleiter Pflege beim Hersteller opta data. Produkte zur elektronischen Abrechnung seien nach wie vor gefragt.

Auch die Politik will Anreize setzen, damit die Altenpflege verstärkt auf digitale Entwicklungen setzt. So wurde im Pflegepersonalstärkungsgesetz festgelegt, dass Pflegeheime und -dienste einen Zuschuss von bis zu 12 000 Euro bekommen sollen, wenn sie in die Digitalisierung investieren, um Pflegekräfte von Verwaltungsaufgaben zu entlasten.

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