Programmablauf „Tag der Wohnungswirtschaft“ am 07. März 2018

09.30 – 09.40 Uhr Begrüßung, Einführung und Moderation

Asim Loncaric, Chefredakteur Care Invest, Vincentz Network Hannover und Michael Schlenke, The Caretakers, Kaarst
09.40 – 10.00 Uhr Keynote:
Forderungen der Wohnungswirtschaft an die neue Bundesregierung
Klaus-Peter Hesse, Geschäftsführer, ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.

Zur Deckung der wachsenden Nachfrage nach Pflegeplätzen sind bis 2030 voraussichtlich 30 Mrd. € an Neu-Investitionen nötig, zur Substanzerhaltung weitere rund 40 Mrd. €. Der ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, hat neun Forderungen für Gesundheits- und Sozialimmobilien entwickelt, um das regulatorische Umfeld nachhaltig zu verbessern.
10.00 – 10.30 Uhr Neubauprojekt „Quartier Sturmbäume“:
Bauliche und konzeptionelle Aspekte

Thorsten Müller, Mitglied im Regionalvorstand Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. - Regionalverband Südniedersachsen
Katharina Franzke, Geschäftsführerin der Wohnen in Northeim GmbH

Mit dem Quartiersprojekt "Sturmbäume" in Northeim vereint die Wohnen in Northeim GmbH vier Nutzungskonzepte für drei Generationen unter "einem Dach".
Die Johanniter übernehmen dabei den Betrieb einer Kita, einer Pflegewohngemeinschaft und eines Nachbarschaftstreffs. So entsteht ein sehr gutes Beispiel für die Zusammenarbeit der Immobilien- und Sozialwirtschaft.
10.30 – 11.00 Uhr Klassifizierung und Beurteilung von Angeboten des Servicewohnens für Senioren
Dr. Michael Held, Geschäftsführender Gesellschafter, Terragon Investment, Berlin

Der Markt des Servicewohnens gilt als heterogen und mühselig durchschaubar. Dem gegenüber steht die zunehmende Brisanz: eine wachsende Zielgruppe sowie die Einführung des PSG II machen eine Auseinandersetzung mit diesem Marktsegment und dem Grundbedürfnis der Gesellschaft unabdingbar. Erstmalig wurde 2017 durch die Kompetenzgruppe „Serviceimmobilien“ der gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e.V. ein Klassifizierungs- und Bewertungssystem aufgestellt. Mit ausgewählten Einzelkriterien im Bereich Standort, Gebäude und Service ist Servicewohnen über den Mindeststandard der DIN 77800 hinaus vergleichbar und kann vom übrigen Angebot differenziert werden. Für die Zielgruppe bietet sich mehr Transparenz. Anbieter und Entwickler können gezielt auf fehlende und nachgefragte Qualitäten reagieren.
11.00 – 11.20 Uhr Kaffeepause und Networking
11.20 – 12.00 Uhr Wie geht Quartier? - Der niedersächsische Ansatz!

Sarah Leuninger, Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen Bremen und Karin Stemmer, Vorsitzende des vdw-Fachausschusses Quartiersentwicklung

Wie geht Quartier? - Diese Frage stellt sich der vdw Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Niedersachsen und Bremen e. V. gemeinsam mit seinen Mitgliedsunternehmen in dem Projekt zur „Entwicklung einer Handlungshilfe für das Quartiersmanagement“, das vom Land Niedersachsen gefördert wird.
Das Thema der Wohnungswirtschaft lautet nicht nur „Wohnen“, sondern „Wohnen und Leben“. Aus diesem Grund befassen sich die sozial engagierten Mitgliedsunternehmen des vdw schon lange nicht mehr nur mit Steinen und Beton. Eine entscheidende Rolle spielt für sie eine gute Versorgung und ein gutes Miteinander der Menschen im Quartier.
Dazu erarbeitet der vdw Niedersachsen Bremen gemeinsam mit seinen Mitgliedsunternehmen und weiteren Akteuren einen internetbasierten Methoden- und Instrumentenkoffer, der von allen Akteuren genutzt werden kann. Hierzu sollen die Fachkenntnisse der vdw-Mitgliedsunternehmen, aber auch einzelner Kommunen und anderer Akteure im Bereich der Quartiersentwicklung, einbezogen werden.

Netzwerkbildung mit Kooperationspartnern in einer Wohnungsgenossenschaft – wie Quartiersentwicklung gelingen kann

Ulrich Schulze-Witteborg, Vorstandsvorsitzender, Genossenschaft Hohenlimburger Bauverein und Anne Dellgrün, Wohnungswirtin und Sozialwissenschaftlerin, Dellgrün Consulting, Köln

Als Wohnungsgenossenschaft sind wir uns der sozialen Verantwortung bewusst und bieten – je nach Lebenssituation und bei Bedarf – Hilfe an. In unserem Wohnquartier haben wir vielfältige und ausdifferenzierte Unterstützungsnetzwerke gespannt. Wir haben uns das Ziel gesetzt, eine ganzheitliche Lösung zu erarbeiten, um ein lebenslanges Wohnen im Quartier zu sichern.
12.00 – 12.30 Uhr Erfolgsmodell genossenschaftlicher Wohnungsbau in der Metropole München
Prof. Ritz Ritzer, Geschäftsführer, bogevisch Architekten und Stadtplaner

Die Wohnanlage wurde gemeinsam mit ihren zukünftigen Bewohnern im partizipativen Prozess entworfen. Genossenschaftliches Mehrgenerationen-Wohnen wird hier in fünf, mit raumhaltigen Brücken verbundenen Passivhäusern mit einer Vielzahl gemeinschaftlicher und gewerblicher Einheiten im Erdgeschoss gelebt. Neben herkömmlichen Wohnungen findet man auch neue Wohnformen wie "Cluster-Wohnungen".
12.30 – 13.00 Uhr Mittagsimbiss
13.00 – 13.15 Uhr Gemeinsamer Gang durch die Messehallen zur Sonderschau aveneo – Raum für Innovationen
13.15 – 13.30 Uhr Quartiersentwicklung – das skandinavische Modell
Julian Weyer, Architekt und Partner, C.F. Møller, Aarhus/Dänemark

Der dänische Wohlfahrtsstaat versteht die Integration seiner Bürger in die Gesellschaft als einen Wert an sich. Wie sich dieser Gedanke in der Architektur manifestiert, zeigt Julian Weyer eindrucksvoll anhand verschiedener Wohnprojekte.
13.30 – 13.45 Uhr Dementia Village – Die Welt ist ein Dorf.
Und wer sind die Bewohner?
Frank van Dillen, Architekt und Projektentwickler, MVBDA Architecten, Vught/Niederlande

Eine holistische Herangehensweise an sich ändernde Organisationsstrukturen in der Versorgung von Menschen mit Demenz prägt das Handeln von Frank van Dillen, dem kreativen Kopf hinter dem Demenzdorf de Hogeweyk. Ihn treibt der Gedanke an, dass soziale Inklusion rigoros anders gedacht und global neu umgesetzt werden muss.
13.45 – 14.15 Uhr Europäische Expertenrunde (in englisch):
Wie wird Altenpflege 4.0 in Zukunft funktionieren? Wo liegen die Schnittstellen zwischen Architektur, Industrie und Betreibern?

Frank van Dillen, Niederlande, Julian Weyer, Dänemark und Renan Gökyay, Chief Designer, Nurus Group, Ankara/Türkei

nurus mit Leidenschaft dabei! Wir sind mit Herz und sozialem Engagement für unsere Arbeit motiviert. Jedes unserer Produkte hat den Mensch und seine Bedürfnisse im Fokus. Ein wichtiges Leitmotiv fur nurus ist  "Humanity, Humanity, Humanity...." während wir auf unsere Erfahrung in Produktivität, Technologie und Design setzen.

Moderation: Michael Schlenke, The Caretakers, Kaarst
ca. 14.15 Uhr Ende der Veranstaltung. Im Anschluss besteht die Möglichkeit an einer Führung über die aveneo teilzunehmen.